Was und wer ist ein Bipolar-Lotse?

und wieso kann man Stabilität essen?

Ein Bipolar-Lotse? Was und vor allem wer ist denn das, werden Sie sich fragen, wenn Sie das erste Mal auf meine Webseite geraten sind.

Mein Name ist Annett Oehlschläger, ich bin bipolar. Auf dieser Webseite stelle ich Ihnen meinen Erfahrungsbericht und Ratgeber für Menschen mit bipolaren Störungen mit dem Titel „Stabilität kann man essen?!“ vor. Ich habe das Buch geschrieben, damit andere Betroffene davon erfahren, dass es neben der etablierten Leitlinien-Behandlung Möglichkeiten gibt, durch Änderungen der Lebensführung und des Essverhaltens mehr Stabilität zu erlangen.

Ich möchte Ihnen behilflich sein, sich im bipolaren Dschungel zu orientieren und Sie dabei unterstützen, sich darin zurechtzufinden, in diesem Sinne verstehe ich mich als „Lotse“. Diese Webseite und mein Ratgeber soll für Sie ein „Türöffner“ und „Wegweiser“ sein auf Ihrem Weg, Ihren ganz eigenen Umgang mit der bipolaren Störung zu finden. Einige Möglichkeiten dafür kann ich Ihnen zeigen, gehen müssen Sie den Weg aber selbst. Das kann Ihnen niemand abnehmen.

Blättern Sie weiter nach unten. Dort finden Sie weitere Informationen.

So stelle ich mir eine umfassende Therapie vor:

Bausteine der Behandlung

Ich bin der Auffassung, dass in die Therapie der bipolaren Störung nicht nur die bisher praktizierten Elemente Psychopharmaka, Psychotherapie und Ergotherapie gehören, sondern viel mehr Bausteine nötig sind, die Sie im nebenstehenden Puzzle sehen können. Diese Elemente greifen alle ineinander und befördern sich gegenseitig. Es sind die Synergien der Einzelteile, die eine Genesung möglich machen können! Mein Ratgeber beschäftigt sich vor allem mit den Bereichen Ernährung, Bewegung und Schlaf.

Zu Beginn meiner Erkrankung hatte ich oft den Eindruck, ich sei der Störung hilflos ausgeliefert und kann selbst nicht viel tun. Da kommen Stimmungsschwankungen und Antriebsprobleme über mich, gegen die ich nicht ankomme. Es hat viele Klinikaufenthalte und viele Stunden Psychotherapie gedauert, bis ich allmählich wieder Boden unter die Füße bekam.

Erst als ich lernte, mit meiner Energie zu haushalten, sie maßvoll einzusetzen, gut für mich zu sorgen, um durch einen gesunden Wechsel von Anspannung und Entspannung in die Balance zu kommen, konnte ich diesem Teufelskreis Manie – Depression – Manie – Depression entkommen. Diese immer wieder kehrenden Phasen hörten erst auf, als ich anfing, meinen Körper anders zu ernähren und ihm damit die Stoffe zu geben, die er braucht, um die nötige Energie zu produzieren. Es gibt nicht DEN einen Stoff, sondern es sind mehrere Bausteine, die meine Stabilität seitdem ausmachen. Davon berichte ich in den Kapiteln, die sich mit der Ernährung beschäftigen.

Wie Sie im Puzzle sehen können, ist das Thema „Ernährung“ eng mit den Themen Bewegung und Schlaf verbunden. Deshalb gibt es in meinem Buch auch dazu eine Reihe von nützlichen Informationen.

Über meine Erfahrungen und die Erkenntnisse aus dem Studium vieler Bücher können Sie in meinem Buch, Ratgeber und Erfahrungsbericht lesen.

Seminare

Zu den neben stehenden Themen halte ich Vorträge für Betroffene. Diese sind in der Regel nicht öffentlich. Für jedes Modul gibt es ein Seminarmanuskript, das Sie im Passwort geschützten Bereich herunterladen können. Die Teilnehmer erhalten eine Kurzfassung und das Passwort am Ende des Seminars.

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am Seminar haben, senden Sie Ihre Anfrage bitte an: kontakt@bipolar-lotse.de

Dieser Bereich ist Passwort geschützt. Seminarteilnehmer und Interessenten erhalten auf Anfrage ein persönliches Passwort. Einfach hier per eMail anfordern. > Passwort anfordern

(Meine) Bausteine der Stabilität

Ernährung

Bewegung

Schlaf

Vom Betroffenen zum Experten seiner Erkrankung werden

Krankheitskutsche

Genesungskutsche

Der Ratgeber

Prioritätenlisten

Die „Zügel“ des eigenen Lebens werden einem durch die Krankheit „aus den Händen genommen.“ Es lenkt jetzt jemand anderer: Manchmal der Arzt, manchmal ein Angehöriger oder „die Krankheit“. Der bipolar Betroffene hat kaum noch Einfluss darauf, was die Krankheit mit ihm macht. Man wird im Fonds der Kutsche hin- und hergeschüttelt, mal dahin und mal dorthin. Gelingt es aber, mühevoll auf den Kutschbock zurückzuklettern, kann man die Zügel wieder selbst in die Hand nehmen und man entscheidet, wer einen begleitet – für eine gewisse Zeit. Das kann ein Arzt oder ein Therapeut sein und ich, als Betroffener, entscheide, wer wie lange mich begleiten darf oder wann ich jemanden einlade, mich zu begleiten. Dann habe ich es geschafft, dann bin ich zum Experten meiner Erkrankung geworden.

Wie das gehen kann, beschreibe ich im ersten Teil meines Buches.

Unter dem Stichwort „Prioritätenliste“ finden Sie meine Vorschläge für verschiedene Szenarien, in denen sich Bipolare befinden können:

  1. Wenn Sie zurzeit stabil sind
  2. Wenn Sie zurzeit antriebsgesteigert sind und eine eher gehobene Stimmung haben (also manisch sind)
  3. Wenn Sie zurzeit antriebsgemindert und eine eher gedrückte Stimmung haben (also depressiv sind)

Wie kann die Ernährung zur Stabilität verhelfen?

Essen ist ein Grundbedürfnis – es geht nicht ohne! Ernährung und Essen bedeuten für mich nicht dasselbe. Wenn ich von stimmungsstabilisierender Ernährung rede, meine ich eine bewusste Auswahl von Lebensmitteln, die mir helfen, stabil zu bleiben. Mir ist wichtig, dass es mir schmeckt, dass ich satt werde, dass es mir gut tut. Ja, dafür bin ich auch bereit, auf liebgewonnene, vermeintliche Genüsse zu verzichten. Meine langfristige Stabilität ist mir wichtiger, als dieser kurze Moment auf dem Gaumen.

Mit meiner Art der Ernährung folge ich keinem Trend oder keiner Mode, auch wenn die LowCarb-Ernährung zurzeit in aller Munde ist. (Der Begriff kommt aus dem Englischen und meint soviel wie „Wenig Kohlenhydrate“) Unter diesem Schlagwort findet man schnell Gleichgesinnte und inzwischen auch schon viele Ratgeber und Kochbücher. Für mich ist entscheidend, ob ich damit stabil bleiben kann, aber nicht, ob diese Ernährung gerade modern ist.

Beim Lesen bin ich auf erstaunliche Zusammenhänge zwischen Psyche und Ernährung gestoßen. So habe ich u.a. nicht gewusst,

  • dass man die „Moleküle der Gefühle“ essen kann;
  • dass das Gehirn „Omega-3-Öl“ braucht, um wie geschmiert zu funktionieren;
  • dass die Synergie von Vitamin D und Omega-3 das Verhalten stärker beeinflusst, als jedes Psychopharmakon;
  • dass die B-Vitamine das Nadelöhr für den Serotonin-Stoffwechsel sind;
  • dass das Sonnenhormon gegen Depressionen hilft;
  • dass es ein „Salz der inneren Ruhe“ gibt;
  • dass die kleinen Stoffe der entscheidende Zündfunke für die Energie sind;
  • dass das Bauchhirn und die im Darm lebenden Mitbewohner ein deutliches Wörtchen mitreden.

Haben Sie davon auch schon etwas gehört? Hier stelle ich Ihnen einige Auszüge aus meinem Buch vor: